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Die etwas andere Seite der Wildtierstation …


- Absage eines Tieres am Telefon, wegen mangelnder Kapazität an Platz, Zeit, Geld..... aber immer mit Angabe weiterer Möglichkeiten:
„Waaaas, wie könnt ihr euch Tierschutzverein nennen, wenn ihr jetzt dieses Tier nicht nehmt!?“
„Aber sie sind doch die vom Tierschutz, die müssen das doch nehmen!“
„Aber Spendengelder, die nehmt ihr!“
........
- Finder ruft an und gibt direkt an, wo wir das Tier abholen „dürfen“, auf unsere kurze Ansage, dass wir ebenfalls Vollzeit arbeiten und nicht einfach losfahren und abholen können, einen Haufen Tiere zu versorgen haben, flaschenkinder etc:
„Ja, dann leg ich es zurück, also so ein Aufwand kommt mir jetzt nicht in frage.“
„was, ich soll das etwa selber fahren!? Sie sind doch die mit dem Tierschutzverein.“
„Ich habe ein Kind, ich kann nicht fahren“ ( meine Lieblings Ausrede. Ich habe auch ein Kind, stelle man sich vor. Das fährt sogar mit dem Auto bei mir mit 😂)
„Ich habe kein Auto“ (es ist immer wieder herrlich, wie wenig Autos die Leute plötzlich besitzen. Auf Nachfrage ob Freunde oder Nachbarn helfen und fahren können, haben die alle keine Zeit, kein Auto, Kinder usw)
........
Kapitel tote Tiere:
- Rehkitz mit abgelaufener Milch zwangsgefüttert, Lungenentzündung, tot
-Hund findet Feldhase.....bringt ihn, verletzt ihn dabei, an den Folgen verstorben. Zweimal diese Saison
-Meise wird mir Haferflocken undd Apfel gefüttert, tot (Meisen sind sensible Insektenfresser, Vögel verstoffwechseln sehr schnell)
- Feldhase wird „gerettet“, weil er da so alleine herum sitzt. Man hat aber wieder kein Auto, keine Zeit und ein Kind und lässt den Hasen den ganzen Tag alleine in einem Karton mit etwas Wasser und Löwenzahn - das ist ein Säugling! Und natürlich am Abend tot
- Igel, frontline - tot (3 mal!!!)
-jäger veranstalten eine Jagd -zu dieser Jahreszeit-!!! In den folgenden drei Tagen regnet es halb verhungerte Waisenkinder aller verschiedener Arten!!! Einige davon schon so geschwächt und traumatisiert, dass man nichts mehr tun konnte Usw, usf........
Warum wir unsere Freizeit, unser privates Geld, unseren privaten Platz zuhause und viele viele viele Freiheiten einschränken ist immer für die Tiere gewesen - aber wir müssen eben auch arbeiten, unser Kind möchte auch mal eine Radtour mit uns machen (bei einem zweistündigen fütterungsrhythmus geht sowas eigentlich gar nicht!) und wir haben eigene Tiere, die Zeit möchten und brauchen. Übrigens haben wir dazwischen ein kleines bisschen leben für uns. Wir Schränken das gerne ein, für diese wunderschöne, erfüllende, sinngebende, freiwillig ausgesuchte, Ehrenamtliche Tätigkeit.
Aber Menschen sind so unglaublich egoistisch und enttäuschend. Nachvollziehen kann das sowieso kaum jemand und wirklich verstehen ebenfalls nur wenige.
- „Wieso macht ihr das denn, es gibt doch genug Füchse /Marder/Rehe.......“
- „verdient ihr damit Ordentlich geld, ja?“
- „nur für so ein paar Tiere der ganze Aufwand. Naja.. wer’s mag.“
- „also Feldhase (oder Kitz), toll! Aber wieso denn sowas wie Füchse oder sogar Mäuse, igitt!“ ........
Keinen der Sätze habe ich mir ausgedacht.
Manchmal frage ich mich, ob ich das ganze Drumherum noch aushalten kann. Da kommt ja noch das vet Amt, die Auflagen, der papierkram, die Dokumentation, der Verein......
Aber ich setze mich dann zu den Wildtieren, von denen wir in den heimischen Wäldern ja sowieso viel zu viele haben (das war Ironie) und dann geht es wieder. Oft müssen David und ich uns auch gegenseitig bestätigen, dass wir das richtige tun, wenn wir ein Tier trotz tagelangem kämpfen verlieren und wir uns fragen, ob wir alles richtig gemacht haben. Und dann kommen diese Menschen 😞 Tja sorry, langer Text, lesen ja dann wenige. Und meist auch nicht diejenigen, die es vielleicht zum nachdenken anregen könnte. Aber egal, manchmal gibt es von hier nicht nur lustige und schöne Tier Bilder.




Was tun, wenn Sie ein verletztes oder verwaistes Tier finden?


Das Tier bitte erstmal nicht aufsammeln oder anfassen! Rehkitze und Feldhasenbabys liegen einfach nur in der Wiese, bis die Mutter zurückkommt und diese versorgt. Sofern diese NICHT angefasst wurden!

In unsicheren Situationen das Tier bitte mit der Handykamera fotografieren, das Foto an uns per SMS oder WhatsApp senden und uns zusätzlich telefonisch kontaktieren, um die Situation zu schildern.

Wir entscheiden dann gemeinsam, ob das Tier Hilfe benötigt und wie wir weiter vorgehen können.

Sichtbar verletzte Tiere können sofort eingesammelt werden. Diese dann bitte zuerst in eine Tierklinik oder zu einem Tierarzt bringen. Zwecks späterer Übernahme des Fundtieres kontaktieren Sie uns bitte ebenfalls.

Parallel muss die Polizei oder der Jagdpächter über das Aufsammeln des Tieres informiert werden.

Beim Aufsammeln geben wir auch gerne am Telefon Tipps, wie dies gefahrlos für Sie und für das Tier vonstatten geht. Wir sind darauf angewisen, dass das Tier zu uns gebracht wird.

Wir freuen uns, wenn Sie bis zu uns oder zum Tierarzt die Verantwortung für das Tier übernehmen.





© 2019 Wildtierstation Hünfelden e.V.

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